Narzissen für Vase, Beet oder Kübel

 

Im Supermarkt sind Narzissen längst Massenware und ab Februar bis April stapeln sich, meist in Zehner Bündel in der Blumenecke – ganz unscheinbar in Kisten die Frühlingsblume. Überwiegend kosten die Bündel um die zwei Euro und man kann nur ahnen, was sich hinter den grau braunen Stängel verbirgt.

 

Doch Zuhause, mit einem scharfen Messer frisch angeschnitten, in lauwarmes Wasser gestellt, öffnen sich die Blüten schon nach wenigen Stunden. Anfangs sieht der Strauß noch dürftig aus, nach ein bis zwei Tagen entwickeln sich die wunderschönen Blüten der Narzisse, die oft auch Osterglocke genannt wird. Das satte Gelb der Blume lädt geradezu ein, Narzissen mit Tulpen oder anderen Frühlingsblumen zu kombinieren und einen schönen Frühlingsstrauß zu binden. Allerdings hält die Freude nicht lange an und binnen kurzer Zeit lassen Tulpen und Co. ihre Köpfe hängen. Das liegt daran, dass Narzissen einen giftigen Schleim absondern. Zum Glück gibt es einen Trick, wie man Narzissen mit anderen Frühlingsblumen in der Vase kombinieren kann. Zuerst werden die Stiele der Narzisse angeschnitten und getrennt von Tulpen für vier bis fünf Stunden in die Vase gestellt, bis sie den Großteil des Schleimes in das Blumenwasser abgesondert haben. Danach können die Blumen zusammen im Strauss gebunden werden. Allerdings dürfen Narzissen nicht mehr angeschnitten werden. Finde jedoch, dass Narzissen auch alleine im Strauss ein schönes Bild abgeben.

 

Im Herbst habe ich fast 200 Narzissen Zwiebel gesetzt, Frühblüher, mit kleinen und großen Trompeten, vorwiegend in der Sonnenfarbe Gelb und dazu noch ein paar in Weiß. Leider war es Ende März sehr nass und vor allem sehr kalt und einige Sorten lassen noch auf sich warten. Egal ob im Beet, auf Rasenflächen, in Schalen oder Kübel, draußen oder im Haus als Schnittblume, die Narzisse ist immer schön anzusehen. Nicht umsonst werden Narzissen auch Osterblumen genannt, da sie in der Regel in der Osterzeit im Garten blühen. Die Zwiebel der Narzissen können ganzjährig in der Erde bleiben. Wichtig ist nur – die verwelkten Blüten werden abgeschnitten, doch das Grün muss stehen bleiben, dass die Pflanze die Nährstoffe speichern kann. Das sieht über einige Zeit nicht besonders schön aus, doch im Beet werden Stauden die gelblichen Blätter abdecken.

Narzissen sind äußerst pflegeleichte Zwiebelpflanzen und fühlen sich an einem sonnigen bis halbschattigen Platz besonders wohl. Wichtig ist, dass Narzissen Zwiebel nie stauende Nässe haben, denn dann kann es schnell zur Fäulnis kommen und das ist sowohl im Topf als auch im Beet wichtig. Narzissen sind zuverlässige Frühlingsblüher, die ohne besondere Pflege jedes Jahr wiederkommen und im Gegensatz von Tulpen werden sie von Wühlmäusen verschont. Jetzt sollte das Wetter nur noch beständiger und wärmer werden, denn auch Tulpen und Allium stehen in den Startlöchern.